Tipps und Hinweise rund um Kündigungen

Ein Vertrag wird in aller Regel über einen bestimmten Zeitraum (Laufzeit) abgeschlossen. Wenn während der festgelegten Kündigungsfrist nicht gekündigt wird, verlängert sich der Vertrag automatisch. Wenn einer der beiden Parteien folglich aus dem Vertrag austreten möchte, muss eine Vertragskündigung geschrieben werden.

Unterschied zwischen fristgerechter und fristloser Kündigung

Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen einer fristgerechten und einer fristlosen Kündigung. Worum es sich speziell in Ihrem Vertrag handelt, finden Sie im Kleingedruckten Ihres Vertragstextes.

Im Falle einer fristgerechten Kündigung wird die Kündigung erst nach dem Ablauf einer vorher festgelegten Frist wirksam oder wird innerhalb einer vorher festgelegten Frist ausgesprochen.

Bei einer fristlosen Kündigung wird diese sofort wirksam.

Eine fristgerechte Kündigung ist im Vertragswesen der Normalfall. Fristlose Kündigungen hingegen werden in der Regel nur bei einem erheblichen Vertragsverstoß, bei der Nichteinhaltung von Zahlungsverpflichtungen, schweren Beleidigungen, Körperverletzungen, oder im Arbeitsrecht bei Diebstahl oder schwerwiegenden Verstößen gegen das Arbeitsrecht ausgesprochen. Für eine fristlose Kündigung muss somit ein “wichtiger Grund” vorliegen. Dieser wichtige Kündigungsgrund muss im Kündigungsschreiben erwähnt werden, denn nur dann ist diese sofort wirksam.

Nach welchem Zeitraum eine fristlose Kündigung wirksam ist, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Im Arbeitsrecht ist der Vertrag im Falle einer fristlosen Kündigung z.B. sofort beendet (sofortige Freistellung). Im Mietrecht hingegen ist der Vermieter verpflichtet, dem Mieter eine bestimmte Frist einzuräumen, um die Wohnung räumen zu können. Dieser Zeitraum beträgt in der Regel 10 Tage.

Das Verfassen einer fristgerechten Kündigung ist einfach. Eine Bekanntgabe der Kündigung ist bereits ausreichend. Sie haben dabei die Möglichkeit entweder zum nächstmöglichen Termin zu kündigen, oder ein konkretes Datum anzugeben, zu dem die Kündigung dann wirksam werden soll. Wichtig ist nur, dass Sie die Kündigung rechtzeitig verfassen (vor Ablauf der Kündigungsfrist.)

Grundsätzliche Tipps:

- Kündigungsschreiben werden immer schriftlich verfasst und handschriftlich unterschrieben.

- Es empfiehlt sich das Zusenden an den Empfänger per Einschreiben mit Rückschein, sodass das Versenden nachgewiesen werden kann, da die Beweispflicht bei demjenigen liegt, der die Kündigung verfasst.

- Die Kündigung muss alle wichtigen Daten enthalten. Dazu zählen nicht nur der vollständige Name und Anschrift des Vertragspartners, sondern auch die Vertragsnummer, Kundennummer und die genaue Bezeichnung des Vertragsgegenstandes.